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Was sind Pellets
Was sind Holzpellets?
Pellets sind ein Brennstoff aus Holz, aber keine „Holzstückchen“. Sie sind ein Industrieprodukt mit genormten Abmessungen und Eigenschaften – und genau deshalb lassen sie sich messen und vergleichen.
Auf dieser Seite
Definition
Holzpellets sind ein fester Brennstoff in Form kleiner Zylinder, der durch Pressen von zerkleinertem Holz entsteht. Die Norm ISO 17225-2 bezeichnet sie als graded wood pellets – Pellets, die nach Qualitätsparametern klassifiziert sind[11]. Für den Einsatz im Wohnbereich haben Pellets einen Durchmesser von 6 ± 1 mm oder 8 ± 1 mm und eine Länge von 3,15 bis 40 mm[1].
Das entscheidende Wort ist klassifiziert. Für Pellets sind Anforderungen an Wassergehalt, Asche, Heizwert, mechanische Festigkeit, Stickstoff-, Schwefel- und Chlorgehalt sowie an das Verhalten der Asche bei hohen Temperaturen festgelegt. Nur deshalb kann ein Kessel automatisch arbeiten – und der Käufer Produkte vergleichen.
Woraus Pellets bestehen
Die besten Pellets entstehen aus sauberem Holz: aus Sägespänen, Hobelspänen und Hackschnitzeln der Holzindustrie sowie aus Stammholz. Die Norm ISO 17225-1 ordnet die Herkunft des Rohstoffs in Gruppen – z. B. Stammholz (Gruppe 1.1.3 nach ISO 17225-1: Holz aus dem Baumstamm, ohne Äste und Wurzeln.) oder chemisch unbehandelte Reststoffe der Holzindustrie (Gruppe 1.2.1 nach ISO 17225-1: z. B. Säge- und Hobelspäne aus Sägewerken, die nicht chemisch behandelt wurden.)[13]. Die ENplus-Rohstofftabelle (ST 1001:2022, 2. Ausgabe, Anhang A, Tabelle 5) nennt für die Klasse A1 ausschließlich diese beiden Gruppen[1]. Die Fußnoten zur Tabelle lassen u. a. vernachlässigbare Mengen an Leim oder Schmierstoffen aus der Verarbeitung von naturbelassenem Holz zu – sofern die chemischen Parameter der Pellets deutlich innerhalb der Grenzwerte liegen.
Zusammengehalten werden Pellets durch Lignin (Natürliches Polymer in den Zellwänden des Holzes. Bei der Presstemperatur erweicht es und verbindet nach dem Abkühlen die Partikel.) – einen Holzbestandteil, der beim Pressen erweicht und das Pellet nach dem Abkühlen verfestigt. Der Hersteller darf eine geringe Menge eines Zusatzstoffs land- oder forstwirtschaftlichen Ursprungs beimischen, z. B. Stärke; bei ENplus darf der Gesamtanteil der Zusatzstoffe 2 Massen-% nicht überschreiten[1].
Warum ein genormter Brennstoff
Ein Pelletkessel dosiert den Brennstoff automatisch: Die Förderschnecke transportiert ein bestimmtes Volumen an Pellets, das Gebläse liefert eine bestimmte Luftmenge. Ändert sich der Brennstoff von Sack zu Sack – beim Wassergehalt, bei der Dichte oder beim Staubanteil –, passen die Einstellungen nicht mehr. Daher gibt es für jeden dieser Parameter Anforderungen.
| Parameter | A1 | Was er beschreibt |
|---|---|---|
| Wassergehalt | ≤ 10,0 % | Wie viel Wasser der Brennstoff im Anlieferungszustand enthält |
| Asche (wasserfrei) | ≤ 0,70 % | Wie viel unbrennbarer Rückstand nach der Verbrennung übrig bleibt |
| Heizwert | ≥ 16,5 MJ/kg | Wie viel Energie ein Kilogramm Brennstoff enthält |
| Mechanische Festigkeit | ≥ 98,0 % | Widerstand der Pellets gegen Zerbröseln |
| Schüttdichte | 600–750 kg/m³ | Masse des Brennstoffs in einem Kubikmeter Vorratsbehälter |
Quelle: ENplus ST 1001:2022 (2. Ausgabe), Anhang A, Tabelle 4[1]. Die vollständige Übersicht der Klassen A1, A2 und B finden Sie auf der Seite Qualitätsparameter.
Pellets, Briketts und Scheitholz
Auch Briketts bestehen aus gepresstem Holz, allerdings in Form großer Blöcke oder Walzen – gedacht vor allem für Kamine und handbeschickte Öfen. Scheitholz ist ein uneinheitlicher Brennstoff: Sein Wassergehalt hängt von Trocknung und Lagerung ab. Pellets zeichnen sich dadurch aus, dass sie rieselfähig und homogen sind – das ermöglicht die automatische Beschickung und eine stabile Verbrennung.
Gesetzliche Anforderungen in Polen
Seit dem 24. Mai 2025 gilt in Polen die Verordnung des Ministers für Klima und Umwelt über die Qualitätsanforderungen an Pellets und Briketts aus Holzbiomasse, die für Privathaushalte und Anlagen mit einer Leistung unter 1 MW in Verkehr gebracht werden (Dz.U. 2025 poz. 618)[36]. Die Grenzwerte stimmen – nach Angaben des Ministeriums – mit der Norm EN ISO 17225 überein[37]. Die Verordnung enthält jedoch u. a. keine Anforderungen an die Ascheschmelztemperatur und an Schwermetalle, die bei ENplus vorgesehen sind.
Häufige Fragen
Enthalten Holzpellets Leim?
Das sollten sie nicht. Zusammengehalten werden Pellets vor allem durch Lignin – einen natürlichen Bestandteil des Holzes, der bei der Presstemperatur erweicht. Die Normen lassen einen geringen Anteil an Zusatzstoffen land- oder forstwirtschaftlichen Ursprungs zu (z. B. Stärke); ENplus begrenzt sie insgesamt auf 2 Massen-%.
Welcher Pelletdurchmesser ist am häufigsten?
In Kesseln und Öfen für Wohngebäude ist 6 mm der Standard. Die Normen und ENplus sehen für Heizpellets zwei Durchmesser vor: 6 ± 1 mm und 8 ± 1 mm.
Quellen und Fußnoten
Vollständige Quellenliste und redaktionelle Grundsätze- [1]
European Pellet Council / Bioenergy Europe, DEPIgenehmigt am 18.06.2025, gültig ab 01.01.2026Zertifizierungssystemabgerufen am 11.9.2026
Anhang A, Tabelle 4 (Grenzwerte) und Tabelle 5 (Rohstoffe). Die Grenzwerte sind identisch mit der 1. Ausgabe; geändert wurde die Methode zur Bestimmung des Feinanteils (jetzt ISO 5370).
- [11]
ISO / TC 2382. Ausgabe, 2021-05Norm kostenpflichtiges Dokumentabgerufen am 11.9.2026
Ausgabe und Umfang der Änderungen wurden anhand der offiziellen Vorschau der Norm bestätigt. Die einzelnen ISO-Werte wurden mit dem FDIS-Entwurf abgeglichen – siehe separate Quelle.
- [13]
ISO / TC 2382021Norm kostenpflichtiges Dokumentabgerufen am 11.9.2026
Klassifizierung der Rohstoffherkunft (z. B. 1.1.3 Stammholz, 1.2.1 Rückstände aus der Holzverarbeitung).
- [36]
Minister Klimatu i Środowiskain Kraft seit 24.05.2025Rechtsaktabgerufen am 11.9.2026
Gilt für Pellets und Briketts für Privathaushalte und Anlagen unter 1 MW.
- [37]
Nowe wymagania jakościowe dla brykietu i peletu (öffnet in einem neuen Tab)
Ministerstwo Klimatu i Środowiska (gov.pl)Rechtsaktabgerufen am 11.9.2026
Die Inhalte sind eine redaktionelle Aufbereitung der genannten Dokumente. Grenzwerte sollten Sie stets anhand der aktuellen Ausgabe der Norm bzw. des Dokuments des Zertifizierungssystems bestätigen.
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