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Kaufratgeber

Gute Pellets erkennen und richtig auswählen

Zehn Schritte, die weniger Zeit kosten als eine einzige Reklamation, und zehn Signale, bei denen Sie ein Angebot besser ablehnen. Für Haus, Pension, Hotel und Heizzentrale.

Checkliste in 10 Schritten10 WarnsignaleOhne Preise und Rankings
Auf dieser Seite

Womit Sie beginnen: Welche Pellets sind die richtigen?

Gute Pellets sind nicht die mit dem schönsten Sack oder der hellsten Farbe, sondern die, deren Parameter belegt und gleichbleibend sind. Die Reihenfolge ist einfach: zuerst die Dokumente (Zertifikat und Registernummer, Prüfbericht), dann die Beurteilung des Produkts (Staub, Pellets, Geruch), zum Schluss der Test im eigenen Kessel. Jede Stufe filtert andere Probleme heraus – keine ersetzt die anderen.

Für einen Heizkessel im Haushalt ist ein Durchmesser von 6 mm Standard; Normen und ENplus sehen Durchmesser von 6 ± 1 mm und 8 ± 1 mm vor[1]. Prüfen Sie immer, welchen Brennstoff der Hersteller Ihres Geräts empfiehlt.

Checkliste: Holzpellets kaufen – worauf achten, in 10 Schritten

Die Schritte 1–3 erledigen Sie vor dem Kauf am Computer oder Smartphone. Die Schritte 4–8 beim ersten Sack. Die Schritte 9–10 nach einigen Tagen Heizbetrieb.

01

Zertifikat prüfen

Ein Brennstoff-Qualitätszertifikat (ENplus A1, A2, B oder DINplus) bedeutet, dass die Produktion regelmäßig von einer unabhängigen Stelle überwacht wird. FSC oder PEFC betreffen die Herkunft des Holzes, nicht die Verbrennungsparameter.[2],[31]

So prüfen Sie es · Suchen Sie das ENplus-Siegel auf der Vorderseite des Sacks – ENplus-Logo, Klassenlogo und ENplus-ID, mindestens 20 mm hoch.

Pellet-Zertifikate im Vergleich

02

Herstellernummer im Register prüfen

Das Zeichen auf dem Sack ist leicht zu fälschen; über die Gültigkeit des Zertifikats entscheidet allein der Eintrag in der ENplus-Datenbank. Eine Zertifikatskopie ist kein ausreichender Nachweis.[3],[4],[5],[1]

So prüfen Sie es · Geben Sie die ENplus-ID in der Hersteller- (XX 001–299) oder Händlerdatenbank (XX 301–899) auf enplus-pellets.eu ein. Der Status muss „Active“ lauten, Name und Adresse auf dem Sack müssen mit dem Register übereinstimmen. Die ENplus-App prüft außerdem, ob das Sackdesign in der Datenbank hinterlegt ist.

Prüfung Schritt für Schritt

03

Parameter prüfen

Für ENplus A1 sind die wichtigsten Grenzwerte: Aschegehalt ≤ 0,70 % (wasserfrei), Wassergehalt ≤ 10 %, Heizwert ≥ 16,5 MJ/kg (Anlieferungszustand), mechanische Festigkeit ≥ 98,0 %. Je weiter vom Grenzwert entfernt, desto besser.[1],[2]

So prüfen Sie es · Fordern Sie das Produktdatenblatt und einen aktuellen Prüfbericht an. Prüfen Sie, ob bei jedem Wert der Bezugszustand (Anlieferungszustand oder wasserfrei) und die Methode angegeben sind. Auf einem ENplus-Sack darf nur der Heizwert im Anlieferungszustand stehen.

Was ein Prüfbericht enthalten muss

04

Pellets im Sack ansehen

Das Aussehen ersetzt keine Laboranalyse, verrät aber viel über die Produktion: Ein gutes Pellet ist glatt, kompakt, hat einen einheitlichen Durchmesser und sauber abgebrochene Enden. Risse und eine matte, aufgefaserte Oberfläche deuten auf schwache Verdichtung hin.

So prüfen Sie es · Sehen Sie sich die Pellets durch das Sichtfenster des Sacks an oder öffnen Sie einen Sack der Charge. Nehmen Sie eine Handvoll und versuchen Sie, einige Pellets mit den Fingern zu brechen – gute brechen mit deutlichem Knacken, schwache zerbröseln.

05

Staubanteil beurteilen

Staub stört die Brennstoffdosierung, verschlechtert die Verbrennung und erhöht die Aschemenge. ENplus erlaubt in Sackware A1 und A2 höchstens 0,5 % Feinanteil unter 3,15 mm, gemessen beim Abfüllen; beim Transport kommt Staub hinzu.[1],[19]

So prüfen Sie es · Sieben Sie den Inhalt eines Sacks durch ein Sieb mit etwa 3 mm Maschenweite und wiegen Sie den Staub mit einer Küchenwaage. Bei einem 15-kg-Sack entsprechen 0,5 % 75 g. Das ist ein Orientierungstest – das Labor misst nach ISO 5370 mit einem Rundlochsieb von 3,15 mm.

Mehr zum Feinanteil

06

Farbe prüfen

Die Farbe hängt von Holzart, Rindenanteil und Prozesstemperatur ab. Helle Pellets entstehen meist aus entrindeten Nadelholzspänen, dunklere aus Laubholz, mit Rindenanteil oder nach stärkerer Erwärmung in der Presse.

So prüfen Sie es · Achten Sie auf Einheitlichkeit: Flecken, dunkle Einschlüsse und deutlich unterschiedlich gefärbte Pellets in einem Sack können auf wechselnden Rohstoff oder Beimengungen hindeuten. Das ist ein Anlass für weitere Prüfung, kein Urteil.

07

Pelletlänge prüfen

Vorgeschrieben ist eine Länge von 3,15–40 mm; höchstens 1 % der Masse darf länger als 40 mm sein, und kein Pellet darf 45 mm überschreiten. ENplus verlangt außerdem die Angabe des Anteils der Pellets unter 10 mm (Kategorien L, M, S). Viele kurze Bruchstücke deuten auf Abrieb hin, sehr lange Pellets können die Förderschnecke behindern.[1]

So prüfen Sie es · Schütten Sie eine Handvoll Pellets auf ein Blatt Papier und messen Sie ein Dutzend mit dem Lineal. Vergleichen Sie mit der Längenkategorie im Prüfbericht oder Produktdatenblatt.

Mehr zu den Pelletabmessungen

08

Qualität nicht nur nach der Farbe beurteilen

Die Farbe ist kein Qualitätsparameter – sie steht weder in der ENplus-Anforderungstabelle noch in den Klassen der ISO 17225-2. Helle Pellets können viel Staub enthalten, dunkle A1 mit Reserve erfüllen.[1],[11]

So prüfen Sie es · Behandeln Sie die Farbe als Hinweis, den Dokumente bestätigen müssen: Registernummer, Prüfbericht und Test im Kessel.

Nadelholz oder Laubholz – Mythen im Check

09

Produkt im eigenen Kessel testen

Dieselben Pellets können in einem Brenner einwandfrei laufen und in einem anderen verschlacken. Die Pflichtkennzeichnung auf dem ENplus-Sack enthält den Hinweis, die Pellets gemäß den Anweisungen des Geräteherstellers zu verwenden.[2]

So prüfen Sie es · Bevor Sie den Vorrat für die ganze Saison kaufen, nehmen Sie einige Säcke oder eine Palette. Heizen Sie mit den bisherigen Einstellungen, beobachten Sie die Flamme, notieren Sie den Verbrauch unter vergleichbaren Bedingungen und wie oft der Brenner gereinigt werden muss.

10

Aschemenge und -struktur prüfen

Ein Aschegehalt ≤ 0,70 % bedeutet höchstens etwa 7 kg Asche je Tonne trockenen Brennstoffs; bei 0,3 % etwa 3 kg. Ebenso wichtig ist die Struktur: helle, lockere Asche ist typisch für guten Brennstoff, Schlacke und glasige Brocken deuten auf eine niedrige Ascheschmelztemperatur oder Verunreinigungen hin.[1]

So prüfen Sie es · Vergleichen Sie nach einer Woche Heizbetrieb die Aschemenge mit dem bisherigen Brennstoff bei ähnlichem Verbrauch. Zerreiben Sie die Asche zwischen den Fingern: Harte Klümpchen sind Schlacke. Die Anforderung von ENplus A1 an die Ascheerweichungstemperatur lautet ≥ 1200 °C.

Mehr zum Aschegehalt

In der PraxisFragen, die Sie dem Verkäufer stellen sollten – und wo Sie die Antworten finden

Grenzwerte nach ENplus ST 1001:2022 (2. Ausgabe), Tabelle 4. Das Ergebnis einer konkreten Charge finden Sie nur im Prüfbericht.

Was man mit bloßem Auge sieht – und was nicht

Die Sichtprüfung ist schnell und kostenlos, deshalb lohnt sie sich bei jeder Lieferung. Sie deckt zerbröselte, feucht gewordene oder deutlich uneinheitliche Pellets auf. Über einen Wassergehalt von 7 oder 10 %, die Ascheschmelztemperatur oder Schwermetalle sagt sie jedoch nichts – dafür braucht es ein Labor.

Schema eines guten und eines schlechten PelletsLinks ein Pellet mit glatter, leicht glänzender Oberfläche und sauberen Enden. Rechts ein mattes Pellet mit Querrissen, ausgefranstem Ende und Feinanteil darunter.Gutes Pelletglatte, dichteOberflächesauberabgebrochenes Endeeinheitliche Farbe und Durchmesserwenig Feinanteil im SackSchlechtes PelletRissequer zur AchseausgefranstesEndeungleiche Länge, matte OberflächeStaub und Bruch am SackbodenSchematische Darstellung – eine Sichtprüfung ersetzt keine Analyse
Gutes und schwaches Pellet: Oberfläche, Risse, Enden und Staub am Sackboden. Schematische Darstellung – die Sichtprüfung ersetzt keine Laboranalyse.

Das Zweite, was Sie selbst beurteilen können, ist die Asche. Vergleichen Sie nach einigen Tagen Heizbetrieb bei unveränderten Einstellungen ihre Menge und Struktur mit dem, was der bisherige Brennstoff hinterlassen hat.

01

Hell, locker, fein

Typisches Bild bei gut passendem Brennstoff und richtigen Einstellungen. Die Asche lässt sich leicht entfernen und bildet keine Brocken.

02

Dunkel, mit Unverbranntem

Schwarze Partikel sind unverbrannter Kohlenstoff. Häufige Ursachen: zu wenig Luft, eine zu hohe Brennstoffzufuhr, feuchter Brennstoff oder ein verschmutzter Brenner.

03

Schlacke und Brocken

Harte, glasige Klumpen. Sie deuten auf eine Asche mit niedriger Schmelztemperatur hin – häufige Ursache sind mineralische Verunreinigungen im Rohstoff (Sand, Erde) – oder auf einen überhitzten Brenner.

Drei typische Aschebilder. Dunkle Asche mit unverbrannten Resten ist häufiger eine Folge der Einstellungen oder feuchten Brennstoffs, Schlacke eine Folge niedriger Ascheschmelztemperatur oder von Verunreinigungen. Schematische Darstellung.

10 Warnsignale beim Pelletkauf

Ein einzelnes Signal bedeutet noch keine schlechte Qualität, jedes muss aber vor dem Kauf geklärt werden. Treten mehrere gleichzeitig auf, ist das ein Grund, auf das Angebot zu verzichten.

Keine ENplus-ID oder eine Nummer, die nicht im Register stehtENplus-Logo ohne Nummer, eine Nummer, die es in der Datenbank nicht gibt, oder der Status „Suspended“ bzw. „Terminated“.[3]
Aufkleber oder handschriftliche Ergänzung auf dem SackBei ENplus müssen die Angaben auf den Sack gedruckt sein – Aufkleber und Ergänzungen sind verboten.[2]
Kein Firmenname und keine Adresse oder Angaben, die nicht zum Register passenEin ENplus-Sack muss den Inhaber des Sackdesigns mit Ort, Postleitzahl, Land und Kontakt nennen – in Übereinstimmung mit der Datenbank.[2]
Heizwert „wasserfrei“ auf dem SackEr sieht besser aus als der Wert im Anlieferungszustand, doch ENplus verbietet seine Angabe auf dem Sack.[2]
Viel Staub am SackbodenEine Schicht aus Staub und Bruch ist ein Zeichen geringer mechanischer Festigkeit oder schlechten Transports und Lagerns.
Lange, ungleichmäßige oder bröselnde PelletsGroße Längenunterschiede, Risse und leichtes Zerbröseln zwischen den Fingern deuten auf schwache Verdichtung hin.
Geruch nach Chemie, Öl oder ModerSaubere Pellets riechen nach Holz. In einer Studie zum polnischen Markt wurden in einem Teil der Proben u. a. Mineralölprodukte und anorganische Beimengungen nachgewiesen.[47]
Feuchte oder beschädigte Säcke, im Freien gelagertPellets nehmen Feuchtigkeit auf, quellen und zerfallen. Der Pflichthinweis auf dem ENplus-Sack lautet „trocken lagern“.[2]
Nur „Premium“, „Super“, „Extra“ – ohne PrüfberichtDer Verkäufer hat keinen aktuellen Prüfbericht oder zeigt nur eine Zertifikatskopie, die kein Gültigkeitsnachweis ist.[1]
Unerklärlicher Preis oder unklare HerkunftEin deutlich unter Marktniveau liegender Preis ohne Erklärung, fehlende Angaben zu Hersteller und Herstellungsland. Die Einfuhr von Holzprodukten, einschließlich Pellets, aus Russland und Belarus ist in der EU verboten.[38],[39]

Missbrauch des ENplus-Zeichens ist keine Seltenheit – das Schema führt eine öffentliche Blacklist von Unternehmen, darunter auch aus Polen. Wir nennen keine Namen; die aktuelle Liste finden Sie auf der ENplus-Website[7]. Mehr zu Fälschungen im Bereich Zertifikate.

Was Untersuchungen von Pellets aus dem Handel zeigen

2024 veröffentlichte das Team um Drobniak in einer begutachteten Fachzeitschrift die Ergebnisse von 30 Proben von Pellets, die in Polen für den Hausgebrauch verkauft werden. 10 von 30 Proben erfüllten die Anforderungen nicht, und zwar bei der mechanischen Festigkeit und/oder dem Feinanteil. Die Autoren stellten außerdem erhöhte Aschegehalte, eine zu niedrige Ascheschmelztemperatur sowie unerwünschte Beimengungen fest: Rinde, anorganisches Material und Mineralölprodukte. Die Herstellerangaben wichen häufig von den Messwerten ab[47].

Die Konsequenz für Käufer: Die Angabe auf dem Sack oder im Angebot ist ein Ausgangspunkt, kein Beweis. Genau deshalb trennen wir in unseren Produktdatenblättern stets die Herstellerangabe vom Ergebnis einer unabhängigen Laboranalyse – siehe Bewertungsmethodik.

Einkauf für Betriebe: Hotels, Pensionen, Heizzentralen, Großhandel

Bei Einkäufen von Dutzenden oder Hunderten Tonnen pro Jahr wächst das Risiko proportional – eine schwache Lieferung bedeutet wochenlange Probleme mit dem Kessel. Betriebe kaufen Pellets meist als Komplettladung, typischerweise im Bereich von 22–24 t, als Sackware auf Paletten, in Big Bags oder loseDaten noch zu verifizieren: Typische Nutzlast einer Komplettladung – keine Quelle im Register; hängt von Fahrzeug und Verpackung ab. Einige Regeln, die in den Einkaufsprozess gehören:

Aktuelle Qualitätsdokumentation

Fordern Sie aktuelle Prüfberichte oder regelmäßige Ergebnisse der Qualitätskontrolle an – nicht ein allgemeines „Qualitätszertifikat“ von vor Jahren. Vereinbaren Sie bei regelmäßigen Lieferungen, wie der Lieferant die Qualität der folgenden Chargen dokumentiert. Eine Charge wird durch die Seriennummer auf dem Sack identifiziert, die bei ENplus das abpackende Unternehmen, das Werk und das Abpackdatum ausweisen muss[2]. Vergleichen Sie die verfügbaren Ergebnisse über die Zeit: Konstanz sagt mehr über einen Lieferanten als ein einzelner guter Bericht.

Qualitätsklauseln im Vertrag

  • Schema und Klasse (z. B. ENplus A1), Durchmesser sowie ENplus-ID des Herstellers oder Händlers.
  • Grenzwerte der Parameter mit Angabe des Bezugszustands und der Prüfmethode (ISO-Normnummern), z. B. Aschegehalt wasserfrei nach ISO 18122, Heizwert im Anlieferungszustand nach ISO 18125[16],[17].
  • Probenahmeverfahren – wer, wann und wo die Probe zieht, nach welcher Norm (z. B. ISO 18135)[26].
  • Welches Labor im Streitfall entscheidet (Akkreditierung nach ISO/IEC 17025 für die betreffenden Methoden).
  • Vorgehen bei Ergebnissen außerhalb der Spezifikation: Annahmeverweigerung, Austausch der Charge oder andere Vereinbarungen.
  • Bei loser Ware von ENplus-Unternehmen: Pellettemperatur bei der Auslieferung nicht über 40 °C, Feinanteil ≤ 1,0 % bei der Verladung für den Endkunden[1].

Warenannahme

Prüfen Sie beim Entladen die Dokumente (Chargennummer, Herstellerangaben), den Zustand von Säcken und Paletten sowie den Staubanteil. Ziehen Sie aus jeder Lieferung eine Probe nach dem vereinbarten Verfahren und bewahren Sie eine Schiedsprobe (Teil der Probe, der versiegelt und für den Streitfall aufbewahrt wird, um ihn erneut von einem vereinbarten Labor untersuchen zu lassen.) auf. Halten Sie das Datum der Zertifikatsprüfung im ENplus-Register in der Lieferdokumentation fest – der Status kann sich zwischen zwei Bestellungen ändern[3].

Pellets richtig lagern

Selbst die besten Pellets lassen sich im Lager verderben. Feuchtigkeit lässt die Pellets quellen und zerfallen, Umschütten und Werfen der Säcke führt zu Bruch und Staub. Der Pflichthinweis auf ENplus-Säcken lautet: trocken lagern[2].

  • Lagern Sie die Säcke in einem trockenen, gut belüfteten Raum, fern von Feuchtigkeitsquellen.
  • Stellen Sie Paletten erhöht auf, nicht direkt auf Boden oder Erdreich; lehnen Sie Säcke nicht an feuchte Wände.
  • Lagern Sie Pellets nicht unter freiem Himmel – Folie schützt nicht immer vor Niederschlag und Kondenswasser, und ein beschädigter Sack saugt sich schnell voll.
  • Werfen Sie die Säcke nicht und fahren Sie nicht darüber – jeder Stoß erhöht den Staubanteil.
  • Halten Sie das Lager für lose Pellets trocken und belüftet, und entfernen Sie vor einer neuen Lieferung angesammelten Staub.
  • Verbrauchen Sie ältere Chargen zuerst; mischen Sie im Vorratsbehälter keine verschiedenen Produkte, wenn Sie gerade ein neues testen.

Häufige Fragen

Welche Pellets eignen sich für den Heizkessel zu Hause?

Am sichersten sind 6-mm-Pellets mit ENplus-A1- oder DINplus-Zertifikat, deren Nummer Sie im Register prüfen, und ein Test mit einigen Säcken im eigenen Kessel. Prüfen Sie auch die Empfehlungen des Kesselherstellers. Holzart und Farbe der Pellets sind weniger wichtig als die Parameter: Aschegehalt, Wassergehalt, mechanische Festigkeit und Staubanteil.

Sind dunkle Pellets schlechter als helle?

Nein. Die Farbe hängt von Holzart, Rindenanteil und Prozesstemperatur in der Produktion ab. Sie ist weder bei ENplus noch in der Norm ISO 17225-2 ein Qualitätsparameter. Dunkle Pellets können die Anforderungen der Klasse A1 erfüllen, helle dagegen viel Staub enthalten. Über die Qualität geben Prüfergebnisse und das Verhalten im Kessel Auskunft.

Garantiert ein ENplus-A1-Zertifikat gute Pellets?

Ein gültiges Zertifikat bedeutet, dass der Hersteller die Klassenanforderungen erfüllt und regelmäßig überwacht wird. Es garantiert jedoch nicht, dass jeder Sack in einwandfreiem Zustand bei Ihnen ankommt – Pellets können beim Transport feucht werden oder zerbröseln. Außerdem liegen innerhalb der Klasse A1 deutlich unterschiedliche Produkte. Prüfen Sie daher die Nummer im Register und beurteilen Sie die Pellets auch selbst.

Wie viel Asche sollten gute Pellets hinterlassen?

Der Grenzwert für ENplus A1 liegt bei 0,70 % (wasserfrei), also höchstens etwa 7 kg Asche je Tonne trockenen Brennstoffs. Sehr gute Produkte liegen deutlich darunter. Wichtig ist auch die Struktur der Asche: Sie sollte hell und locker sein. Harte Schlacke deutet auf ein Problem mit dem Brennstoff oder den Brennereinstellungen hin.

  1. [1]

    ENplus® ST 1001:2022 — ENplus® wood pellets – Requirements for companies (2. Ausgabe) (öffnet in einem neuen Tab)

    European Pellet Council / Bioenergy Europe, DEPIgenehmigt am 18.06.2025, gültig ab 01.01.2026Zertifizierungssystemabgerufen am 11.9.2026

    Anhang A, Tabelle 4 (Grenzwerte) und Tabelle 5 (Rohstoffe). Die Grenzwerte sind identisch mit der 1. Ausgabe; geändert wurde die Methode zur Bestimmung des Feinanteils (jetzt ISO 5370).

  2. [2]

    ENplus® ST 1003:2022 — Usage of the ENplus® trademarks – Requirements (2. Ausgabe) (öffnet in einem neuen Tab)

    European Pellet Council / Bioenergy Europe, DEPIgültig ab 01.01.2026Zertifizierungssystemabgerufen am 11.9.2026

    Abschnitt 7.2.3, Tabelle 3 – Pflichtangaben auf dem Sack.

  3. [3]

    ENplus® — Herstellerdatenbank (Producer database) (öffnet in einem neuen Tab)

    European Pellet CouncilRegisterabgerufen am 11.9.2026

    Suche nach Name, Land und Status (aktiv / ausgesetzt / beendet). Hersteller haben die Nummern XX 001–299.

  4. [4]

    ENplus® — Händlerdatenbank (Trader database) (öffnet in einem neuen Tab)

    European Pellet CouncilRegisterabgerufen am 11.9.2026

    Händler haben die Nummern XX 301–899, Dienstleister XX 901 SP–999 SP.

  5. [5]

    ENplus® — Informationen für Verbraucher (öffnet in einem neuen Tab)

    European Pellet CouncilZertifizierungssystemabgerufen am 11.9.2026

  6. [7]

    ENplus® — schwarze Liste (Blacklists) (öffnet in einem neuen Tab)

    European Pellet CouncilRegisterabgerufen am 11.9.2026

  7. [11]

    ISO 17225-2:2021 Solid biofuels — Fuel specifications and classes — Part 2: Graded wood pellets (öffnet in einem neuen Tab)

    ISO / TC 2382. Ausgabe, 2021-05Norm kostenpflichtiges Dokumentabgerufen am 11.9.2026

    Ausgabe und Umfang der Änderungen wurden anhand der offiziellen Vorschau der Norm bestätigt. Die einzelnen ISO-Werte wurden mit dem FDIS-Entwurf abgeglichen – siehe separate Quelle.

  8. [16]

    ISO 18122:2022 Solid biofuels — Determination of ash content (öffnet in einem neuen Tab)

    ISO / TC 238Norm kostenpflichtiges Dokumentabgerufen am 11.9.2026

  9. [17]

    ISO 18125:2017 Solid biofuels — Determination of calorific value (öffnet in einem neuen Tab)

    ISO / TC 238Norm kostenpflichtiges Dokumentabgerufen am 11.9.2026

  10. [19]

    ISO 5370:2023 Solid biofuels — Determination of fines content in pellets (öffnet in einem neuen Tab)

    ISO / TC 238Norm kostenpflichtiges Dokumentabgerufen am 11.9.2026

    Ersetzt die zurückgezogene Norm ISO 18846:2016.

  11. [26]
  12. [31]

    FSC Chain of Custody certification (öffnet in einem neuen Tab)

    Forest Stewardship CouncilZertifizierungssystemabgerufen am 11.9.2026

  13. [38]

    Verordnung (EU) 2022/355 des Rates vom 2. März 2022 (restriktive Maßnahmen – Belarus) (öffnet in einem neuen Tab)

    Rat der Europäischen UnionRechtsaktabgerufen am 11.9.2026

    Einfuhrverbot für Holzprodukte (KN-Kapitel 44, einschließlich Pellets) aus Belarus.

  14. [39]

    Verordnung (EU) 2022/576 des Rates vom 8. April 2022 (5. Sanktionspaket – Russland) (öffnet in einem neuen Tab)

    Rat der Europäischen UnionRechtsaktabgerufen am 11.9.2026

    Anhang XXI zur Verordnung 833/2014 umfasst das gesamte KN-Kapitel 44 (einschließlich Pellets).

  15. [47]

    Drobniak A. u. a., Quality assessment of biomass pellets available on the market; example from Poland (öffnet in einem neuen Tab)

    Environmental Science and Pollution Research 31:33942–339592024Wissenschaftliche Quelleabgerufen am 11.9.2026

    30 Pelletproben vom polnischen Markt; 10 erfüllten die Anforderungen an Festigkeit und/oder Feinanteil nicht.

Die Inhalte sind eine redaktionelle Aufbereitung der genannten Dokumente. Grenzwerte sollten Sie stets anhand der aktuellen Ausgabe der Norm bzw. des Dokuments des Zertifizierungssystems bestätigen.

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